Anatomie des Prompts: Motiv, Stil, Licht, Bildausschnitt
Ein starker Bild-Prompt stapelt vier Schichten: WAS zu sehen ist (Motiv und Handlung), in WELCHEM STIL, bei WELCHEM LICHT und WIE AUSGESCHNITTEN. Wir üben die Formel von „einer Katze“ bis zum Bild, das an die Wand gehört.
„Eine Katze“ bringt dir irgendeine Katze. Die Formel unten bringt dir deine Katze.
Die Formel: Motiv → Stil → Licht → Bildausschnitt
ein rotgetigerter Kater schläft auf einem Stapel alter Bücher am Fenster (MOTIV+HANDLUNG), gemütliche Aquarellillustration mit weichen Rändern (STIL), warmes Abendlicht durchs Fenster, lange Schatten (LICHT), Nahaufnahme, geringe Schärfentiefe, Hintergrund unscharf (BILDAUSSCHNITT)
Schicht 1: Motiv und Handlung
Konkret zu werden ist die halbe Arbeit: nicht „eine Katze“, sondern „ein rotgetigerter Kater schläft auf einem Bücherstapel“. Ein einziges Ankerdetail – der Bücherstapel, eine Tasse auf der Fensterbank – macht aus einem Bild eine Geschichte statt eines Stockfotos.
Schicht 2: Stil
Nenn das Medium und die Stimmung: „Aquarellillustration“, „auf Film fotografiert“, „flache Vektorgrafik“, „3D-Render im Pixar-Stil“. Der Stil ist die stärkste Schicht, die du hast – ein Satz verändert alles.
Schicht 3: Licht
Licht ist Stimmung: „warmes Abendlicht durchs Fenster“, „Neonschein“, „weiches, diffuses Studiolicht“, „dramatisches Gegenlicht“. Anfänger vergessen das Licht, und ihre Bilder werden flach.
Schicht 4: Bildausschnitt
Fotografier es, wie ein Fotograf es täte: „Nahaufnahme“, „Draufsicht“, „weite Einstellung mit viel Raum“, „geringe Schärfentiefe“. So lenkst du den Blick.
Die Regel: Beschreib, was du sehen WILLST
Mit Verneinungen kommen Generatoren schlecht klar – „keine Menschen“ bringt dir womöglich Menschen. Statt „nicht düster“ sag „hell und luftig“. Im Prompting-Kurs war das positive Formulieren eine Gewohnheit; hier ist es eher ein Naturgesetz.
Short questions on the lesson — with an explanation for every answer.