Iterieren: Varianten, Korrekturen, Upscaling
Die erste Generierung ist Erkundung, nicht das Ergebnis. Der Kreislauf: 4 Varianten → Richtung wählen → Varianten der besten → gezielte Korrekturen im Gespräch → Upscaling. Und genau ein Wort ändern, um seine Wirkung zu lernen.
Profis lassen für einen einzigen Auftrag Dutzende Generierungen laufen. Nicht weil ihr Prompt schwach wäre – weil Iterieren die Methode ist.
Der Kreislauf
- Erkunden: erster Prompt → 4 Varianten (Midjourney gibt dir ein 2×2-Raster; in den Chat-Generatoren bittest du um „vier verschiedene Versionen“).
- Richtung wählen: Welche kommt am nächsten? Nicht die perfekte – die vielversprechende.
- Die beste variieren: in Midjourney der V-Knopf unter dem Bild; im Chat-Generator „gib mir 4 Varianten der dritten, Komposition beibehalten“.
- Gezielte Korrekturen: „dasselbe, aber wärmeres Licht“, „das Objekt links weg“, „weitere Einstellung“. Chat-Generatoren bearbeiten das Bild, das du ausgewählt hast, statt neu anzufangen.
- Abschluss: Upscaling (das U in Midjourney) für volle, wirklich brauchbare Auflösung.
Die Ein-Wort-Methode
Du willst wissen, was ein Wort in deinem Prompt tut? Ändere nur dieses eine Wort: „Aquarell“ → „Gouache“, „Abendlicht“ → „Mittag“. Ein Abend davon, und du hast dein eigenes Vokabular an Wirkungen – mehr wert als jede fremde Liste von „Zauberwörtern“.
Wenn der Prompt nicht hört
- Das Modell überspringt ein Detail immer wieder → schieb es an den Anfang des Prompts und dreh auf: „ein roter Regenschirm in der Bildmitte“.
- Das Bild ist überladen → wirf die halbe Beschreibung raus. Weniger Objekte, sauberere Komposition.
- Es hat mit deiner Idee nichts zu tun → schraub nicht zum zwanzigsten Mal daran. Schreib den Prompt von Grund auf neu, anders (die Regel kennst du schon).
Praxis
Nimm den Prompt von gestern, den „Ort, den du magst“, und iterier ihn zu etwas, das du dir aufs Desktop legen würdest. Zähl die Schritte, die es gebraucht hat – das ist dein Grundtempo.
Short questions on the lesson — with an explanation for every answer.